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| ![]() Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führtvor 48 Minuten in Kommentar, 1 Lesermeinung Sängerin Jessica Paulo weigert sich, im Song Contest „The Voice of Germany” ein „Ave Maria“ zu singen - Sie sagte: „Wir beten Maria nicht an. Ich bete nur Jesus Christus an“ – Was ist davon zu halten? Von Petra Lorleberg Berlin (kath.net/pl) Die Schweizer Sängerin Jessica Paulo weigerte sich am Freitagabend, beim Song Contest „The Voice of Germany“ das Lied „Ave Maria“ zu singen. Sie sagte: „Dieser Song ist ein katholischer Song. Ich bin evangelisch. Dieser Song geht direkt an Maria. Es ist ein Gebet zu ihr. Und wir beten Maria nicht an. Ich bete nur Jesus Christus an.“ Das Lied war ihr vom Coach Shirin David zugeteilt worden. Offenbar lehnte sie es auch ab, nichtchristliche Lieder zu singen. Was ist davon zu halten? Zum einen: ich habe denkbar große Achtung davor, dass diese Christin vor den TV-Kameras unverbiegbar sich zu unserem christlichen Glauben bekennt. Gut möglich, dass sie dabei auch mit hohen beruflichen Nachteilen zu rechnen hatte, vorher weiß man so etwas ja nicht. WOW, welch eine Botschaft: eine junge, erfolgreiche Frau bekennt unseren Glauben öffentlich. Doch andererseits möchte ich die Sängerin darauf hinweisen, dass auch wir Katholiken Maria nicht „anbeten“. Wir verehren sie, wir nehmen sie als Vorbild, wir lieben sie und ja, wir können sie problemlos um ihre Fürbitte bitten. Vielleicht könnte Frau Paulo sich da gelegentlich mal in das Gespräch mit gläubigen katholischen Christen begeben, die fähig sind, über ihren Glauben Rede und Antwort zu stehen. Denn Anbetung gebührt allein dem dreifaltigen Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Und last but not least möchte ich darauf hinweisen, dass wir in allen Diskussionen zwischen den Konfessionen ein erstes Maß an Liebe und Verständnisbereitschaft nicht vergessen sollte. Manche sagen, dass aktuell die Grenzen zwischen unseren Konfessionen wieder stärker spürbar seien – und das finde ich schade! Denn jeder und jede, die in der Nachfolge des gekreuzigten und auferstandenen Erlösers steht, hat mit einem gläubigen Christen einer anderen Konfession zunächst einmal weitaus mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes. Daran möchte ich nicht nur meine evangelischen und freievangelischen Geschwister im Herrn erinnern, sondern auch meine katholischen Geschwister. Papst Franziskus hat einmal von der „Ökumene des Blutes“ gesprochen: Wenn Christen zu Märtyrern werden, dann fragen die Attentäter nicht nach den Konfessionen – sondern danach, ob sich jemand als Christ bekennt. Dieser Gedanke hat mich nachhaltig beeindruckt.
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