Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu

vor 40 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bereits eine halbe Million Pilger erhielten in Santiago de Compostela das Pilgerdiplom


Madrid/Wien (kath.net/KAP) Der Ansturm auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela ist ungebrochen und wächst weiter: In Santiago hat das Pilgerbüro am Sonntag das 500.000ste Pilgerdiplom des Jahres ausgestellt, teilte die Nachrichtenagentur KNA mit. Im Beisein von Erzbischof Francisco Prieto erhielt es die Mexikanerin Guadalupe Idalia Goicoechea Salinas, die mit ihrem Mann und ihrem Sohn die letzten 110 Kilometer des Französischen Weges von Sarria nach Santiago zurückgelegt hatte. Damit zeichnet sich ein weiteres Rekordjahr ab.

2025 waren 530.987 zertifizierte Pilger in Santiago angekommen.

Nach einer Schätzung der Regionalzeitung "La Voz de Galicia" könnten es bis Jahresende rund 570.000 sein. Zwar gehen die Zahlen von Oktober bis Dezember erfahrungsgemäß zurück, dennoch dürfte der bisherige Rekord übertroffen werden. Auch in Österreich nimmt das Interesse zu. In der Erzdiözese Wien wurden 2026 nach Angaben von Leopold Führer vom Pilgerbüro bereits rund 3.000 Pilgerpässe bestellt - nach etwa 2.500 im Vorjahr ein neuer Höchststand. Die Zahl bezieht sich nur auf die von der Erzdiözese Wien ausgegebenen Pässe und erfasst damit nicht alle österreichischen Pilger. "Die meisten sind allein oder zu zweit unterwegs", sagte Führer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Kathpress.


Der Pilgerpass wird kostenlos gegen eine Spende ausgegeben.

Fokus auf Spiritualität Für Führer ist dabei wichtig, den Jakobsweg nicht allein als sportliche oder touristische Fernwanderung zu verstehen. Die Erzdiözese Santiago rufe Pilgervereine dazu auf, "wieder bewusst zu machen, dass der Jakobsweg ein religiöser Pilgerweg ist und kein Weitwanderweg". Entlang der Strecke gebe es zahlreiche Möglichkeiten, diese Dimension zu erfahren, darunter insbesondere Kirchen, Gottesdienste, Wegkreuze und Marterln. "Gerade wenn man pilgert, sieht man das viel mehr, als wenn man mit dem Auto vorbeifährt", sagte Führer. Nach Erfahrung des Pilgerexperten kann sich die religiöse Wahrnehmung während des Weges durchaus verändern.

Führer verwies auf eine Befragung von Pilgern, wonach in Roncesvalles an den Pyrenäen zunächst nur etwa 20 bis 25 Prozent religiöse Gründe für ihre Pilgerreise angaben; in Santiago seien es später rund 70 bis 75 Prozent gewesen. "Irgendwas muss auf dem Weg passiert sein", so Führer.

Offenbar würden sich für manche Pilger unterwegs Fragen und Erfahrungen mit einer religiösen Dimension verbinden. Hoffen und Segnen Dazu gehört für Führer auch das bewusste Einlassen auf die Ungewissheit des Weges. Wer morgens aufbreche, wisse häufig nicht genau, wo er am Abend übernachten werde. "Da darf man dann schon ein wenig Gottvertrauen haben, dass man was findet", sagte der Wiener Pilgerseelsorger. Zugleich gebe es unterwegs zahlreiche Gelegenheiten zum Gespräch über Glauben und Lebensfragen sowie zur Teilnahme an Pilgermessen und zum Empfang des Pilgersegens. Eine solche Möglichkeit gibt es auch in Wien. In der Michaelerkirche am Michaelerplatz findet einmal im Monat eine abendliche Pilgermesse statt, organisiert vom Verein Jakobsweg Wien mit Gelegenheit zum Austausch bei einer anschließenden Agape. Auch der Pilgersegen kann dort nach der Messe oder nach individueller Vereinbarung empfangen werden.

Die Wiener Pilgerseelsorge berät zudem Menschen bei der Vorbereitung auf den Weg. Pilgerpässe sind unter anderem in der Servicestelle der Erzdiözese Wien erhältlich. Führer empfiehlt den Pilgern außerdem, vor dem Aufbruch bewusst einen Pilgersegen zu empfangen - was auch beim Heimatpfarrer oder später unterwegs möglich ist. In Spanien gehöre dies vielerorts fest zur Pilgertradition, dass bei Abendgottesdiensten Pilger eigens begrüßt werden und den Segen empfangen können. Heiliges Jahr 2027 Für 2027 rechnen die Verantwortlichen mit einem weiteren deutlichen Anstieg. Dann fällt der Jakobustag am 25. Juli auf einen Sonntag, womit erneut ein Heiliges Jahr in Santiago de Compostela ansteht. Das seit dem Mittelalter bestehende Privileg eines Jubeljahres wurde 1122 von Papst Calixtus II. eingeführt und 1179 von Alexander III. bestätigt. Erfahrungsgemäß ziehen diese Jahre besonders viele Pilger an. "2027 wird mit größter Sicherheit ein noch stärkeres Jahr werden als 2026", sagte Führer.

 

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich 

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  3. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  6. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  7. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  8. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  9. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  10. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  11. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  12. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  13. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  14. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  15. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz