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'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'11. Oktober 2026 in Deutschland, 14 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Bischof Oster meint bei Podiumsdiskussion in Passau: Weg zu mehr Mitbestimmung in der Kirche ist „unumkehrbar“
Passau (kath.net/rn) Der Passauer Bischof Stefan Oster sieht den Trend zu mehr Mitbestimmung und Beteiligung in der katholischen Kirche als unumkehrbar an. Bei einem Podiumsgespräch an der Universität Passau machte der Bischof deutlich, dass sich der Führungsstil in den Diözesen grundlegend gewandelt hat. Ein neu ernannter Bischof könne heute nicht mehr „die brutale Machtkeule rausholen und sagen: Ich mache jetzt alles anders“ als sein Vorgänger, so Oster. Solche autoritären Alleingänge funktionierten in der heutigen kirchlichen Realität schlichtweg nicht mehr. Die Bedeutung interner Abstimmungsprozesse und synodaler Strukturen unterstrich Oster mit bildhaften Worten: „Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.“ Er selbst treffe schwerwiegende Entscheidungen in seiner Diözese mittlerweile ausnahmslos nach intensiven Beratungs- und Beteiligungsprozessen. Wenn es gelinge, in Gremien und Teams angstfrei miteinander zu sprechen, könnten „überraschende Dinge passieren“. Das übergeordnete Ziel solcher Prozesse müsse im Idealfall ein gemeinsamer Konsens sein. 
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Lesermeinungen| | Pilgrim Pilger 12. Oktober 2026 | | | | Die Trennung der Geister (Joh 6,60–71) Die Frage Jesu in (Joh 6,60–71) an seine Jünger war kein Plädoyer für synodalen Pluralismus, sondern unterstrich den unteilbaren Anspruch der göttlichen Wahrheit. Er relativierte seine Rede nicht, um den Exodus aufzuhalten, sondern forderte die radikale Entscheidung zur Nachfolge.
Eine Reduktion des bischöflichen Hirtenamtes auf ein moderierendes Konsensmanagement verkennt das katholische Verständnis der Offenbarung. Gemäß dem sakramentalen Auftrag steht der Bischof – in Einheit mit dem Papst – in der apostolischen Sukzession. Dieses Amt leitet seine Letztverantwortung nicht von demokratischer Willensbildung ab, sondern von der Weihe.
Gerade im Traditionsabbruch verlangt das Hirtenamt den Mut, das Depositum fidei auch gegen den Mehrheitskonsens zu wahren – im Bewusstsein, dass kirchliche Autorität letztlich der Wahrheit Gottes und nicht der soziologischen Akzeptanz verpflichtet ist. |  2
| | | | | Paulettinus 12. Oktober 2026 | | | | Apostel als Moderatoren? Der Bischof geht offensichtlich eine Stufe unter sein Amt. Er sorgt für einen reibungslosen Ablauf von Entscheidungen, bei denen manch einer gerne dreinredet, für die aber niemand die Verantwortung übernimmt. Das tut ein Moderator. Kein Apostel. |  2
| | | | | Tante Ottilie 11. Oktober 2026 | | | | Bei uns im Diasporabistum HH gibt's zumindest in unserer Groß-Pfarrei keine wirkliche Mitbestimmung, wie ich erst jüngst bei der Etablierung einer neuen drastisch reduzierten Gottesdienstordnung feststellen musste.
Die Kommunikation war katastrophal, Vorschläge wurden vorab abgebügelt und die Entscheidungsgremien sind mangels Beteiligung nicht von den Gläubigen gewählt sondern seitens des Bistums ernannt worden.
Kein Wunder dass sie sich als willfährige Handlanger des Pfarradministrators erwiesen haben und die Bedürfnisse der noch praktizierenden Kirchengemeinde weitgehend ignoriert wurden. |  3
| | | | | Christianlay 11. Oktober 2026 | | | | Kompetente Entscheider? Ob Bischof Oster wohl in einem Spital operiert werden möchte, in dem der Chefarzt, die Bureauleiterin und eine Raumkosmetikerin und eine Auszubildende gemeinsam entscheiden, wie er operiert weden soll?
Uwe Lay Pro Theol Blogspot |  4
| | | | | ottokar 11. Oktober 2026 | | | | Einer-nicht eine Gemeinschaft, muss die Verantwortung tragen Man kann zwar vorher mit erfahrenen Mitarbeitern gemeimsam nach einer guten Lösung suchen, entscheiden muss aber der Chef-der verantwortliche Bischof. Ähnlich wie in der Medizin, wo der Abteilungsleiter bzw. Chefarzt für Diagnose und Therapie die Verantwortung trägt. Klugerweise wird auch er sich vorher mit erfahrenen Kollegen beraten. Er wird sich aber nicht den Rat seiner Patienten holen, wie auch der Bischof nicht seine Kirchenbesucher fragen wird, wie sie die Liturgie am liebsten haben wollten oder was er oder die Priester am besten predigen sollten. Patient und Gläubiger wollen und sollen geführt werden . Ich glaube Excellenz Oster weiß das sehr genau. |  6
| | | | | Stefan Fleischer 11. Oktober 2026 | |  | Aprpos Mitbestimmung kommt mir spontan die Volksweiheit in den Sinn:
Viele Köche verderben den Brei! |  5
| | | | | Stefan Fleischer 11. Oktober 2026 | |  | Apropos Mitbestimmung kommt mir immer die alte Volksweisheit in den Sinn:
Viele Köche verderben den Brei! |  1
| | | | | lakota 11. Oktober 2026 | | | | @Rolando "...Leute gefragt die nie in die Kirche kommen, was soll da rauskommen?"
Genau das war auch mein erser Gedanke! |  5
| | | | | SarahK 11. Oktober 2026 | | | | @Rolando Ich sehe das ehrlich gesagt ähnlich wie Sie, aber heute früh in der Hl Messe alleine (mein Mann war weil wir gestern aus waren in der VAM) bei den „Vorankündigungen“ und deren Inhalt (und ok dem pharisäischen Gedanken ‚Lord thanks that you saved me from engagement in this parish) und der wunder-wunderschönen Hl Messe am Freitag bei uns, habe ich mich gefragt ob die Kirche vielleicht außerhalb der Sakramente gar keine Gemeinschaft in Christus mehr ist, fast 95 % von dem was angeboten wird hat Gott nicht mehr als Zentrum sondern den Menschen. Vielleicht müssen wir traurigerweise den Gedanken loslassen das sich das nochmal ändern wird? Bei Bischof Oster bin ich allerdings auch ge-bias-ed, ich mag ihn nicht. |  0
| | | | | Rolando 11. Oktober 2026 | | | | Jesus ist die Kirche Apg 9,4-6, der Bischof seine Stimme und Vertreter Der Bischof braucht nur die Lehre der Kirche vertreten, Redemptionis Sacramentum umsetzen. Geht er nach den Wünschen der Leute, ist die Verwässerung vorgegeben. Ich hörte von Pfarrgemeinderatswahlen, ausschließlich Briefwahl, mit Fragebogen an alle, was sie an der Kirche ändern wollen, gut oder schlecht finden, es wurden Leute gefragt die nie in die Kirche kommen, was soll da rauskommen? |  11
| | | | | gebsy 11. Oktober 2026 | |  | "angstfrei miteinander sprechen" Für Menschen, welche nicht existenziell von der Kirchenführung abhängig sind, schwer vorstellbar:
Die Angst davor, in der falschen Schublade zu landen, lähmt jeden synodalen Versuch, Gottes Willen zu suchen ... |  2
| | | | | Walahfrid Strabo 11. Oktober 2026 | |  | @apostolisch Der Vergleich hinkt, da so ein Kandidat sowohl "Apparat" als auch Presse hinter sich hat. |  3
| | | | | Hängematte 11. Oktober 2026 | | | | @apostolisch Das ist ja etwas anderes, ein liberalerer Bischof hat ja den Apparat hinter sich oder er wird sogar von diesem Apparat getrieben. |  4
| | | | | apostolisch 11. Oktober 2026 | | | | und ob! „ Ein neu ernannter Bischof könne heute nicht mehr „die brutale Machtkeule rausholen und sagen: Ich mache jetzt alles anders“ als sein Vorgänger, so Oster“
Sicher? Wenn in Passau ein „liberalerer“ Bischof drankommt (das möge der Herr verhindern) - da wird sich Bischof Oster aber noch wundern, wie alles anders gemacht werden kann!
Entscheidend ist doch: Ist der Bischof ein Hirt oder ein Mietling? |  8
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