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Drei Heilige, die den Kampf gegen die Sucht verstehen

31. Juli 2026 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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‚Sucht macht einen nicht weniger liebenswert. Sie disqualifiziert nicht von der Gnade. Diese Heiligen – verwundet, wartend und den langen Weg gehend – zeigen uns, dass Gott uns nahe bleibt, sogar im Durcheinander. Besonders im Durcheinander.‘


Vatikan (kath.net/jg)
Sucht kann sich wie ein Käfig ohne Schlüssel anfühlen – ob es um eine Sucht nach Substanzen, Zwänge oder immer wiederkehrende Verhaltensmuster geht. Die damit verbundene Scham, Isolation und Ohnmacht belasten nicht nur den Geist, sondern auch die Seele. Doch Heiligkeit besteht nicht darin, nie zu fallen, sondern darin, was wir danach tun. Die Kirche präsentiert uns Heilige nicht als unfehlbare Superhelden, sondern als Begleiter auf unserem Weg. Drei von ihnen zeigen besonders eindrücklich, dass Heilung möglich ist – und dass dieser Weg sogar heiliger Boden sein kann, schreibt Daniel Esparza in einem Artikel für die englischsprachige Ausgabe von Aleteia.

Der heilige Markus Ji Tianxiang: Der Suchtkranke, der nie aufgab

Markus Ji Tianxiang war im 19. Jahrhundert ein angesehener chinesischer Arzt. Während einer schweren Krankheit wurde ihm Opium verschrieben – und er wurde davon abhängig. Jahrelang kämpfte er dagegen an. Er betete, beichtete, fastete. Doch die Sucht ließ nicht nach.


Schließlich verweigerte ihm sein Priester die Lossprechung, weil er annahm, Markus‘ Reue sei nicht echt. Dreißig Jahre lang durfte dieser keine Sakramente empfangen. Trotzdem ging er weiterhin zur Messe, betete und hielt an seinem Glauben fest.

Während des Boxeraufstands wurde er als Christ verhaftet. Man bot ihm die Freiheit an, wenn er seinem Glauben abschwören würde. Er lehnte ab und wurde 1900 zusammen mit seiner Familie hingerichtet. Selbst nach einem Leben voller Kampf wählte er am Ende Christus.

Das Leben des heiligen Markus zeigt: Sucht hebt den Glauben nicht auf. Man kann schwach und dennoch heilig sein.

Die heilige Monika: Die Mutter, die nie die Hoffnung aufgab

Die meisten kennen die heilige Monika als Mutter des heiligen Augustinus. Weniger bekannt ist, dass sie selbst mit einer Suchtproblematik zu kämpfen hatte. In ihren jungen Jahren trank sie heimlich Alkohol – ein Verhalten, das sich leicht hätte verschlimmern können.

Ein scharfer Tadel einer Bediensteten weckte sie schließlich auf. Monika änderte nicht nur ihr Verhalten, sondern wandte ihr ganzes Herz Gott zu. Ihr Leben war geprägt von intensivem Gebet, Fasten und unermüdlichem Fürbittgebet für ihren Sohn. Siebzehn Jahre lang hielt sie in der Hoffnung aus, bis Augustinus sich zum christlichen Glauben bekehrte.

Monika lehrt uns, dass Heilung oft mit Ehrlichkeit beginnt – und dass Veränderung, auch wenn sie langsam geht, immer möglich ist.

Der heilige Camillus de Lellis: Der Spieler, der zum Heiler wurde

Camillus de Lellis war groß, aufbrausend und spielsüchtig. Er verlor alles – Geld, Arbeit, Würde – und landete schließlich auf der Straße. Eine Beinverletzung führte ihn in ein Krankenhaus, in dem die armen Patienten wie Belästigungen behandelt wurden.

Dort fand seine Bekehrung statt. Müde vom vergeudeten Leben, widmete er sich der Pflege der Kranken. Er gründete einen Ordensgemeinschaft, die sich mit Sanftmut und Respekt um die Leidenden kümmerte. Auch wenn er weiterhin mit seinem Temperament kämpfte und seine Wunden trug, ließ er seinen Schmerz zum Motor für den Dienst am Nächsten werden.

Camillus zeigt: Gerade die Teile von uns, die wir am liebsten verstecken würden, können zu dem Weg werden, auf dem Gott die Welt heilt.

Gott bleibt nahe

„Sucht macht einen nicht weniger liebenswert. Sie disqualifiziert nicht von der Gnade. Diese Heiligen – verwundet, wartend und den langen Weg gehend – zeigen uns, dass Gott uns nahe bleibt, sogar im Durcheinander. Besonders im Durcheinander“, schreibt Esparza abschließend.

 


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Lesermeinungen

 Mark Nie 31. Juli 2026 
 

Danke für diesen mutmachenden Text.


1
 
 gebsy 31. Juli 2026 

Den Sünder lieben,

aber die (eigenen) Sünden hassen ...


1
 

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