
US-Midterm-Wahlen: Katholiken stimmten mit knapper Mehrheit für Republikanervor 1 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Weiße evangelikale Christen stimmten hingegen mit großer Mehrheit für die Republikaner. Muslime, Juden, Angehöriger anderer Religionen sowie Atheisten stimmten mit großer Mehrheit für Demokraten
Washington D.C. (kath.net/rn)
Während die Demokraten in den USA bei den Zwischenwahlen („Midterms“) die Mehrheit erzielen konnten, haben weiße evangelikale Christen weiterhin mit großer Mehrheit für die Republikaner gestimmt. Das geht aus einer umfassenden Wählerbefragung im Auftrag des US-Nachrichtensenders CNN hervor, für die 79.668 Wähler befragt wurden. Bei den Wahlen wurden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben. Zudem wählten 36 der 50 Bundesstaaten einen neuen Gouverneur. Nach den Hochrechnungen konnten die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses erringen
Gemäß den CNN-Befragungen gaben 82 Prozent der sogenannten „weißen wiedergeborenen oder evangelikalen Christen“ bei der Wahl für das Repräsentantenhaus den Republikanern ihre Stimme. Lediglich 16 Prozent wählten die Demokraten. Der Anteil dieser Gruppe liegt bei 17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit bleibt die Zustimmung unter den Evangelikalen bei den Zwischenwahlen nahezu unverändert auf dem Niveau der Vorwahl: Damals hatten laut CNN 84 Prozent dieser Gruppe für die Republikaner gestimmt. Unter den Wählern, die sich nicht als weiße Evangelikale bezeichnen, lagen die Demokraten mit 62 Prozent deutlich vorn (Republikaner: 36 Prozent).
Deutlich knapper fiel das Ergebnis bei den Katholiken aus: 50 Prozent von ihnen stimmten für die Republikaner, 48 Prozent für die Demokraten. Insgesamt machten Katholiken 21 Prozent der befragten Wähler aus. Im Vergleich zur Wahl 2024 gab es hier eine markante Verschiebung. Damals hatten Katholiken noch zu 60 Prozent republikanisch gewählt.
Mehrheitlich für die Demokraten stimmten Muslime (85 Prozent), Juden (67 Prozent) sowie Angehörige anderer Religionen (64 Prozent). Unter den jüdischen Wählern hatten die Demokraten bei der letzten Wahl noch 74 Prozent erhalten.
Die Wähler ohne Religionszugehörigkeit stellten mit 26 Prozent die größte Gruppe dar. 77 Prozent von ihnen wählten die Demokraten, 21 Prozent die Republikaner (Vorwahl: 70 zu 28 Prozent für die Demokraten). Hinter den Evangelikalen stimmten die Mormonen mit 69 Prozent am zweithäufigsten für die Republikaner; sie machten allerdings nur einen Anteil von einem Prozent der Wählerschaft aus.

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