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'Eine ungemein beeindruckende Einheit'

6. Mai 2026 in Kultur, keine Lesermeinung
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In einem Vorwort zu einem Buch mit Schriften des Heiligen Athanasius äußert sich C. S. Lewis über Wunder und Ökumene.


Wien (kath.net / pk) Viele kennen den bekannten Autor C.S. Lewis (1898-1963) durch die „Chroniken von Narnia“. Weniger bekannt ist, dass Lewis, selber Mitglied der Church of England, neben seinen apologetischen Schriften auch einen Text über den heiligen Athanasius verfasste. Athanasius wird sowohl von der orthodoxen als auch von der römisch-katholischen Kirche verehrt und gilt als „Vater der Orthodoxie“.

Lewis erkannte den großen Wert der Schriften des heiligen Athanasius und verfasste eine umfassende Einleitung zu einem Buch, das Athanasius’ Werk „Über die Menschwerdung“ („De Incarnatione“) enthielt. Darin schildert er seine ersten Gedanken, als er „Über die Menschwerdung“ las, wie "Aleteia" berichtet.


„Als ich sein ,De Incarnatione‘ zum ersten Mal aufschlug, stellte ich schon bald durch einen ganz einfachen Test fest, dass ich ein Meisterwerk las“, schreibt er. Besonders die Bemerkungen des Athanasius über die Wunder fesselten ihn. „Seine Herangehensweise an die Wunder ist heute dringend notwendig, denn sie ist die endgültige Antwort auf diejenigen, die sie als ,willkürliche und sinnlose Verstöße gegen die Naturgesetze‘ ablehnen“, hält Lewis fest.

„Hier werden sie vielmehr als die in Großbuchstaben geschriebene Nacherzählung derselben Botschaft dargestellt, die die Natur in ihrer krakeligen Kursivschrift schreibt; genau jene Wirkungen, die man von Ihm erwarten würde, der so voller Leben war, dass Er, als Er sterben wollte, sich den Tod von anderen ,ausleihen‘ musste.“

Darüber hinaus stellt Lewis fest: „Das ganze Buch ist in der Tat ein Bild des Lebensbaums – ein saftiges und goldenes Buch, voller Lebensfreude und Zuversicht.“ Wahrscheinlich noch interessanter ist, wie Lewis den größten Teil seiner Einleitung damit verbringt, über die christliche Einheit zu schreiben und darüber, wie leicht man sich in der modernen Welt in all den Spaltungen des Christentums verfangen kann.

Er beklagt die Spaltung, weist aber auch darauf hin, dass es Hoffnung gibt und dass mehr Einheit besteht, als wir vielleicht denken: „Wir alle sind zu Recht bestürzt und auch beschämt über die Spaltungen innerhalb der Christenheit“, schreibt Lewis.

„Doch diejenigen, die ihr ganzes Leben lang in der christlichen Gemeinschaft gelebt haben, lassen sich davon vielleicht allzu leicht entmutigen. Das ist bedauerlich, doch diese Menschen wissen nicht, wie es von außen betrachtet aussieht. Von dort aus gesehen erscheint das, was trotz aller Spaltungen intakt geblieben ist, immer noch (wie es tatsächlich ist) als eine ungemein beeindruckende Einheit.“


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