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Großes Kreuz aus Grenzstacheldraht für Weltjugendtag in Seoul

19. April 2026 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Organisatoren: Initiative will dazu einladen, "Symbole der Spaltung in Zeichen der Versöhnung, des Gebets und der Hoffnung zu verwandeln"


Seoul/Rom (kath.net/KAP) Ein fünf Meter hohes Kreuz aus Stacheldraht soll beim Weltjugendtag der katholischen Kirche im Jahr 2027 in Seoul ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen. Wie die Erzdiözese Seoul mitteilte, wird das Kreuz von Freiwilligen aus ausrangiertem Stacheldraht der Demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea hergestellt. Es wird den jungen Teilnehmern des Weltjugendtags überreicht und vom Papst gesegnet. "Die Initiative möchte junge Menschen dazu einladen, Symbole der Spaltung in Zeichen der Versöhnung, des Gebets und der Hoffnung zu verwandeln, auch im persönlichen Leben", erklärte die Erzdiözese Seoul laut Pressedienst "Fides".


Gefertigt wird das Kreuz demnach im Innenhof der Myeongdong-Kathedrale am Sitz der Erzdiözese Seoul. Mit Hammer und Amboss werden etwa 50 Zentimeter lange Stacheldrahtreste geformt und in die Kreuzkonstruktion eingefügt. An dem Projekt beteiligen sich Mitglieder von Pfarrgemeinden und kirchlichen Gruppen, Jugendliche sowie Persönlichkeiten aus Religion, Gesellschaft, Kultur und Politik. Die Fertigstellung ist bis April 2027 geplant.

Schmerzhaftes Symbol für Teilung und Krieg

Unter dem Vorsitz von Erzbischof Peter Soon-taick Chung fand dieser Tage eine Segnungsfeier für junge Freiwillige und Mitglieder der "Together Walking Foundation" ab, die das Projekt zum "Stacheldrahtkreuz" initiiert hat. Chung betonte die symbolische Bedeutung des Materials. Der Stacheldraht entlang der Grenze zwischen Nord- und Südkorea stehe für Teilung und den Bruderkrieg. "So wie das Kreuz, einst ein Instrument der Todesstrafe, durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi zu einem Symbol für Frieden und Versöhnung, Opfer und Liebe geworden ist, so lasst uns beten, dass dieses Kreuz in unseren Herzen Wurzeln schlägt als Symbol der Versöhnung, des Friedens und der Liebe auf der koreanischen Halbinsel. Wie die Auferstehung nach dem Tod können auch aus Konflikt und Krieg Harmonie und Frieden entstehen."

Der Weltjugendtag findet vom 1. bis 6. August 2027 in Seoul statt. Rund eine Million junge Pilger werden erwartet. Eine Teilnahme von Papst Leo XIV. gilt als sehr wahrscheinlich. Das Programm umfasst liturgische Feiern, Katechesen und kulturelle Begegnungen.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Henoch 19. April 2026 
 

Ach, mein Gott,

könnten nur die jungen nordkoreanischen Christen, die oft in Lagern leben oder ihr Christsein ganz im Geheimen leben müssen, nach Seoul fahren und an diesem Treffen teilnehmen! Herz Jesu und Herz Mariä, erbarmt euch der Christen in Nordkorea, erwirkt ihnen die Gerechtigkeit, lasst die ermordeten nordkoreanischen Christen als Martyrer verehrt werden und schenkt der Kirche in diesem Land die Freiheit. Amen.


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