
28. Oktober 2026 in Prolife
Der Erzbischof von Chicago will dem Unternehmer Michael Sacks den Nostra-Aetate-Preis der Erzdiözese verleihen. Sacks hat enge Verbindungen zur Demokratischen Partei und unterstützt Pro-Abtreibungsinitiativen.
Chicago (kath.net/jg)
Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago, wird am 29. Oktober an einer Gala teilnehmen, bei der die Erzdiözese den Nostra-Aetate-Preis an den Unternehmer Michael J. Sacks verleihen wird. Sacks ist Großspender an Organisationen, die Abtreibungen durchführen. Dies berichtet Infovaticana.
Die Ehrung soll während der jährlichen Gala des Mundelein-Seminars der Universität von Saint Mary of the Lake stattfinden. Die Gala wird veranstaltet, um Mittel für die Ausbildung künftiger Priester zu sammeln. Kardinal Cupich und John Kartje, der Rektor des Seminars, werden der Gala vorstehen.
Sacks ist ein US-amerikanischer Milliardär, der im Finanzsektor erfolgreich war und enge Verbindungen zur Demokratischen Partei pflegt. Am 29. September berichtete Crain’s Chicago Business, dass Sacks 600.000 US-Dollar an eine Initiative gespendet hat, die den Zugang zu Abtreibungen im Bundesstaat Illinois erleichtern und Kürzungen der Regierung Trump für so genannte „reproduktive Gesundheitsleistungen“ ausgleichen soll. Zu den unterstützten Organisationen gehören Planned Parenthood of Illinois und der Chicago Abortion Fund.
Die Bischofskonferenz der USA hat 2004 eine Richtlinie beschlossen, welche die Verleihung von Auszeichnungen durch katholische Institutionen regelt. Darin legen die Bischöfe fest, dass „die katholische Gemeinschaft und die katholischen Institutionen diejenigen nicht ehren dürfen, die Handlungen vornehmen, die unseren grundlegenden moralischen Prinzipien widersprechen.“
Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es: „Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche es für moralisch verwerflich erklärt, eine Abtreibung herbeizuführen. Diese Lehre hat sich nicht geändert und ist unveränderlich.“ (KKK 2271)
Michael Sacks unterhält seit vielen Jahren enge Beziehungen zur Demokratischen Partei, die einen leichten Zugang zu Abtreibungen und die Anliegen der LGBTQ-Bewegung unterstützt. Beispielsweise ist er seit deren Anfängen mit der Obama-Foundation von Ex-Präsident Barack Obama verbunden. 2012 beteiligte er sich an der Finanzierung für die Kampagne zur Wiederwahl Obamas. 2011 bis 2019 gehörte er dem Wirtschaftsrat des damaligen Bürgermeisters Rahm Emanuel, ebenfalls von der Demokratischen Partei, an.
Die Beziehung zu Kardinal Cupich reicht mindestens bis 2016 zurück. Sacks war Mitglied einer Delegation aus Chicago, die zur Erhebung von Cupich zum Kardinal nach Rom reiste.
Vor einem Jahr löste Kardinal Cupich eine Kontroverse aus, als er ankündigte, Senator Dick Durbin von der Demokratischen Partei für dessen Lebenswerk zu ehren, Durbin hat in seiner politischen Laufbahn stets den Zugang zu Abtreibungen unterstützt. Die Entscheidung löste eine Welle der Kritik aus, der sich auch Erzbischöfe und Bischöfe anschlossen. Thomas Paprocki, der Bischof von Springfield, wies darauf hin, dass Durbin in seiner Diözese vom Empfang der Kommunion ausgeschlossen ist. Durbin verzichtete schließlich auf die Ehrung.
Foto: Archivbild Kardinal Cupich
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