
29. September 2026 in Deutschland
Die Bischöfe, die den synodalen Weg unterstützen, mögen die Pläne einer ‚durchdemokratisierten Kirche‘ begraben. Die gegenwärtige Situation Europas erfordere einen starken katholischen Glauben, heißt es in dem Appell.
Fulda (kath.net/jg)
Die katholische Organisation Pro Fide Ecclesiae („Für den Glauben der Kirche“) wird am 29. und 30. September jeweils von 12:00 Uhr bis 15:00 eine Kundgebung vor der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda halten.
Pro Fide Ecclesiae ist eine Gemeinschaft von Laien und Geistlichen, die sich vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken nicht vertreten fühlt. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und die deutsche Presse hätten kein Interesse an ihren Anliegen. Die Organisation wurde im Juli 2026 gegründet und sieht sich als Zusammenschluss von Gläubigen, die den Glauben der Kirche in Übereinstimmung mit dem Lehramt bewahren und bezeugen möchten. Marian Eleganti, der emeritierte Weihbischof von Chur, ist einer der Initiatoren der Initiative.
Sie richtet einen „dringenden Appell“ an die in Fulda versammelten deutschen Geistlichen. Sie sieht Europa „an allen Seiten des Kontinents“ bedroht. Die gegenwärtige Situation fordere „einen starken Katholizismus“. Europa sei „eine gewachsene Schicksalsgemeinschaft“, geprägt durch die Symbiose aus griechischer Philosophie, römischem Recht und christlichem Glauben.
Europa müsse mit seinen „traditionellen Werten“ zusammenstehen. Der römisch-katholischen Kirche falle dabei eine wesentliche Rolle zu, denn sie sei „der wichtigste Akteur unserer abendländischen Identität“.
Pro Fide Ecclesiae appelliert daher an die deutschen Bischöfe, die den synodalen Weg unterstützen, umzukehren und „die Pläne einer durchdemokratisierten Kirche“ zu begraben. Jesus sei kein Ministerpräsident, sondern der „König der Könige“, heißt es in dem Appell.
Der Mensch sei gottebenbildich geschaffen, die Familie aus Mann, Frau und Kindern die Keimzelle der Gesellschaft. Im „Streuen von nichtkatholischen Forderungen“ sieht die Organisation eine „gefährliche Schwächung des katholischen Glaubenslebens“.
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