Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen

30. September 2026 in Weltkirche


Er werde die nächsten beiden Jahre die Weihe verheirateter Männer mit dem Vatikan und der belgischen Bischofskonferenz vorbereiten. Für ihn und andere Bischöfe sei die Weihe verheirateter Männer zur Gewissensfrage geworden, erklärte Bischof Bonny.


Antwerpen (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Johan Bonny, Bischof von Antwerpen, hat in einem Interview bekannt gegeben, dass er in seinem Bistum verheiratete Männer für die Priesterweihe vorbereiten lässt. 

Im März hat Bonny in einem Hirtenbrief angekündigt, bis 2028 verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. (Siehe Link) Im Gespräch mit LaLibre.be hat er nun bestätigt, dass mehrere ausgewählte Kandidaten die theologische und pastorale Schulung erhalten, die sie auf die Priesterweihe vorbereiten sollen. Die Ausbildung sei mit derjenigen der Seminaristen zu vergleichen, sagte der Bischof. Sie geschehe auf transparente, aber diskrete Weise, weit weg vom Schlaglicht der Medien.

Die Voraussetzungen für die Kandidaten seien dieselben wie für die ständigen Diakone. Sie müssten mindestens 35 Jahre alt sein, die Zustimmung ihrer Ehefrauen haben, ein stabiles Familienleben vorweisen können und keine Kleinkinder haben.

Bonny gab an, im Juni dieses Jahres mit zwei Kardinälen gesprochen zu haben, mit Kardinal Lazarus You Heung-sik, dem Präfekten des Dikasteriums für den Klerus, und mit Kardinal Mario Grech, dem Generalsekretär für die Bischofssynode. Beide hätten ihm zugesagt, das Thema mit Papst Leo XIV. zu besprechen.

Er handle schlicht aus einer Notlage heraus, sagte der Antwerpener Bischof. Er habe weniger als 70 Priester, die jünger als 70 Jahre seien. Davon seien zwei Drittel aus dem Ausland. 

Es gebe in vielen Diözesen einen „historischen Mangel“ an einheimischen Priestern. Die Zahl der unverheirateten Männer, die Priester werden wollen, liege knapp über Null, schrieb Bonny in seinem Hirtenbrief im März. Es sei daher keine Frage, ob die Kirche verheiratete Männer zu Priestern weihen werde, sondern wann.

Er werde die nächsten beiden Jahre die Weihe der verheirateten Männer mit dem Vatikan und der belgischen Bischofskonferenz vorbereiten. Für ihn und viele andere Bischöfe sei die Weihe verheirateter Männer zur Gewissensfrage geworden, erklärte der Bischof. 

Bonny führte auch die Missbrauchsfälle als Rechtfertigung für sein Vorhaben an. Das Thema des sexuellen Missbrauchs laste immer noch schwer auf der Kirche. „Klerikale Subkulturen und Lebensstile“ gehörten der Vergangenheit an, schrieb er.

Er würde gerne sogar Frauen zu „Priesterinnen“ weihen, gab Bonny bekannt. Es sei „schmerzhaft“, dass der Bericht der Synode über die Synodalität über die Ordination von Frauen abgelehnt worden sei. Die dabei ins Treffen geführten Argumente seien „theologisch schwach und anthropologisch überholt“. Sie hätten ihre Überzeugungskraft verloren und widersprächen dem, was der Geist den Kirchen heute sagen wolle, behauptete er.

 

Foto: Archivbild Bischof Johan Bonny

 


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