Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...

12. August 2026 in Deutschland


Der Vatikan hat die Laienpredigt verboten. Bischof Kohlgraf, der Bischof von Mainz, interessiert dies aber nur wenig. Mitarbeiter, die dagegen verstoßen, müssen nicht mit Maßnahmen rechnen.


Mainz (kath.net)
Der Mainzer Bischof  Peter Kohlgraf will die Laienpredigt während einer katholischen Messfeier nicht sanktionieren.  Wenn er als Bischof davon erfahre, möchte er laut Medienberichten weder disziplinarisch eingreifen oder das kirchenrechtlich sanktionieren. Er möchte auch dafür nicht werben oder dies erlauben. Er plädiere dafür, die  kirchenrechtlich erlaubten Formen der Verkündigung zu nutzen. Kohlgraf zeige sich jetzt besorgt, weil das wiederholt formulierte Laienpredigtverbot aus Rom angeblich nun die Denunziation fördere.

Der Leiter des Dikasteriums für die Gottesdienste und die Sakramentenordnung hatte im vergangenen Juni nach einer Anfrage des Bischofskonferenz-Vorsitzenden Heiner Wilmer klargestellt. Der Vatikan betonte in einem Schreiben,  dass das Vorbehaltung der Homilie für Priester oder Diakone keine bloße Disziplinarnorm darstelle, sondern im Wesen der Liturgie selbst begründet ist. Kohlgraf selbst würde begrüßen, wenn der Vatikan nicht geweihten Menschen die Predigt erlaubte, zumindest im deutschsprachigen Raum. 


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