Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe

13. Juli 2026 in Aktuelles


Heather Herbert auf Social Media: „Endlich mal gute Nachrichten. Ich hoffe, es war ein extrem schmerzhafter Tod. Ich hoffe, sie … hat vor Qual geschrien“ – Ähnlich: „SkyNews“ distanziere sich noch in laufender Sendung von Äußerungen Adam Boultons


London (kath.net) Kurz nach Bekanntwerden des Todes der Politikerin Ann Widdecombe – die Polizei hatte noch nicht bekannt gegeben, dass Ermittlungen wegen Mordverdachtes laufen – schrieb Heather Herbert auf einem Social-Media-Auftritt: „Endlich mal gute Nachrichten. Ich hoffe, es war ein extrem schmerzhafter Tod. Ich hoffe, sie war mit Handschellen ans Bett gefesselt und hat vor Qual geschrien.“ Diese Äußerungen zogen landesweit heftige Kritik nach sich. Heather Herbert ist Web-Entwickler an der University of Aberdeen (Schottland), ehemalig Kandidat der Labour und Scottish Greens) sowie ehemalig Transbeauftragter. Offenbar versteht sich Heather Herbert auch selbst als Transperson. 

Der Polizei in Schottland waren diese Bemerkungen verschiedentlich gemeldet worden, wie „Press and Journal“ berichtete. Allerdings sah die Polizei in Herberts Aussagen keine Kriminalität und keine Hasskommentare.

Deutlich weniger entspannt als die schottische Polizei reagierte allerdings die Universität Aberdeen. Auf Facebook wurde folgendes offizielles Statement veröffentlicht: „Der Universität sind Beiträge eines Mitarbeiters in den sozialen Medien zum Tod von Ann Widdecombe bekannt; der Sachverhalt wird mit hoher Priorität geprüft. Bei den geteilten Äußerungen handelt es sich ausschließlich um die persönliche Meinung der betreffenden Person; sie spiegeln nicht die Haltung der University of Aberdeen wider. Beschwerden über Mitarbeitende werden im Rahmen unserer etablierten Verfahren vertraulich behandelt.“ Auch die Kanzlerin und der Vizekanzler der Universität hatten sich in diesem Sinne geäußert.

Es kam noch zu einem weiteren Skandal um Äußerungen nach dem Tod Widdecombes. Während die Polizei bereits bekanntgegeben hatte, dass Widdecombe ermordet worden war, äußerte sich der ehemalige Sky-News-Moderator und langjährige Politikjournalist Adam Boulton (67, heute u. a. bei Times Radio) in mehreren Sendungen. Schockierenderweise beschrieb er in einem Live-Interview auf Sky News Widdecombe unter anderem so: Sie sei „very much a spinster“ (eine typische alte Jungfer) gewesen. Außerdem benutze er Begriffe wie „battleaxe“ (Streiaxt)), „bruiser“ (Schläger/Kämpfer) und Beschreibungen ihres Auftretens als „kämpferische alte Dame“ fielen ebenfalls. Die Kommentare fielen in den Kontext einer möglichen Einbruchstat (kein politisches oder terroristisches Motiv). Sky News distanzierte sich noch in der laufenden Sendung von diesen Bemerkungen und wies darauf hin, dass es sich hier nur um persönliche Meinungen handle.

Diese Äußerungen wurden in der Öffentlichkeit stark kritisiert, dabei schälten sich folgende Kernthemen heraus:

 Zunächst wollte sich Boulton nicht entschuldigen, ruderte dann aber zurück und schrieb am Samstag auf X, dass er sich „ernsthaft falsch und unsensibel“ geäußert habe. Timing und Ton seien falsch gewesen. Er respektiere Widdecombes politische Karriere und er habe niemanden verletzen wollen.

AN APOLOGY
I was seriously wrong and insensitive in one of the several media appearances I made yesterday in reaction to the death of Ann Widdecombe. I got the timing and tone of my initial word portrait of her wrong.
Of course I shared, and share, the horror at her murder and…

— Adam Boulton (@adamboultonTABB) July 11, 2026

Apology not accepted.
Nothing to do with facts. You called that great woman, just slaughtered, an “old maid”, a “virgin”, a “spinster”.
Language which gave away your horrible misogyny.
You would NEVER have described a 78-year old man as “bachelor” let alone “virgin”.
It… https://t.co/JI2PntzDbX

— Allison Pearson (@AllisonPearson) July 11, 2026

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