
2. Juli 2026 in Familie
In Frankreich wächst der Wunsch nach einer fundierten Vorbereitung auf das Ehesakrament. Viele geben sich mit dem üblichen Angebot der Pfarreien nicht mehr zufrieden; sie suchen nach mehr.
Paris (kath.net/Vatican News Polen) kath.net dokumentiert den Beitrag von Krzysztof Bronk im polnischsprachigen Auftritt von „Vatican News“ in voller Länge in eigener Übersetzung:
In Frankreich wächst der Wunsch nach einer fundierten Vorbereitung auf das Ehesakrament. Viele geben sich mit dem üblichen Angebot der Pfarreien nicht mehr zufrieden; sie suchen nach mehr. Angesichts steigender Trennungszahlen und Anträge auf Ehenichtigerklärung sind sich heutige Brautpaare des Risikos des Scheiterns stärker bewusst.
Zu viele gescheiterte Ehen
Die französische katholische Familienwochenzeitung *Famille Chrétienne* berichtet über diesen neuen Trend. Sie hebt hervor, dass für heutige Brautpaare das Bedürfnis nach einer soliden Ehevorbereitung weitaus offensichtlicher ist als noch vor dreißig Jahren. Sie sehnen sich nach einer dauerhaften Verbindung; angesichts des Scheiterns anderer christlicher Paare erkennen sie, dass sie sowohl die Berufung zur Heiligkeit der Ehe als auch die damit verbundenen Risiken ernst nehmen müssen.
Anspruchsvolle Lehre und persönlicher Ansatz
Als Beispiel nennt die französische Wochenzeitung die große Beliebtheit der Kurse, die von der Abtei Lagrasse angeboten werden. Laut Pater Dominique, der für die Organisation der Kurse verantwortlich ist, beruht ihr Erfolg auf einer gelungenen Kombination: einer anspruchsvollen Lehre und einem persönlichen Ansatz.
Eine Wandlung des Lebens
Die Ordensbrüder legen großen Wert auf die Treue zum Evangelium und zur Lehre der Kirche. Im Vortragssaal, in dem die Veranstaltungen stattfinden, hängt ein Bild des heiligen Johannes Paul II. – des „Papstes der Familien“ und Verfassers der „Theologie des Leibes“. Es ist eine anspruchsvolle Lehre, doch genau deshalb hat sie eine so starke Wirkung auf die Paare, sagt Marie-Prune, eine der Teilnehmerinnen.
Pater Dominique betont, dass es in Lagrasse für niemanden Abkürzungen gibt – auch nicht für Brautpaare, die ihren Glauben nicht praktizieren. Dank dieses Ansatzes führen die Kurse für Verlobte – ebenso wie jene für Ehepaare – zu einer echten Wandlung des Lebens.
Ein Paar muss sich der Wahrheit stellen
„Als ich hierherkam, glaubte ich zu wissen, was die Kirche in Bezug auf die Ehe erwartet; doch vor Ort erlebte ich einen tiefen Schock“, berichtet die bereits erwähnte Marie-Prune. „Diese Vorbereitung dringt tief zu Wunden und Schwächen vor; sie verlangt vom Paar, sich der Wahrheit zu stellen.“
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