Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus

23. Juni 2026 in Weltkirche


25 Priesterweihen ist höchster Jahreswert seit Gründung der Konfraternität - Auch zwei Neupriester aus Österreich dabei


München (kath.net/KAP) In Lindenberg im Allgäu (Deutschland) sind am Samstag 13 Seminaristen der katholischen Priesterbruderschaft St. Petrus (Kürzel: FSSP) zu Priestern geweiht worden. Die Weihe wurde von Bischof Marc Aillet aus dem französischen Bayonne gespendet. Rund 1.200 Gläubige wohnten der Zeremonie in der Pfarrkirche St. Peter und Paul bei.

Aillet verwies in seiner Predigt auf die sakramentale Dimension des Priesteramtes. Unter Verweis auf die liturgische Praxis betonte er den Grundsatz "Ahmt nach, was ihr tut" und verwies auf die Verpflichtung der Priester, ihr Leben an der Eucharistie auszurichten. Das Priestertum sei nach katholischer Lehre eine Teilnahme am Dienst Christi "in persona Christi Capitis". Aillet hob zudem die Bedeutung der Einheit mit dem Papst hervor und bezeichnete sie als konstitutiv für das katholische Priestertum. Das Amt sei nicht als individuelle religiöse Funktion zu verstehen, sondern als sakramental gebundener Dienst innerhalb der Kirche.

Die Neupriester stammen aus mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich, Polen, Tschechien, Kroatien, Ungarn, Italien, Schweden und Portugal. Auch zwei Kandidaten aus Österreich wurden geweiht: Der Steyrer Clemens Reithofer (28) aus der Steiermark, sowie Aleksander Nocdryn-Plonticky (38), der zwar im polnischen Warschau geboren wurde, jedoch schon als Kleinkind nach Österreich kam und in Tirol aufwuchs. Vier der Neupriester sollen nach Angaben der Bruderschaft im deutschsprachigen Raum eingesetzt werden.

Bereits am 28. Mai waren in Omaha (USA) zwölf weitere Priester der Petrusbruderschaft geweiht worden, wodurch sich für das Jahr 2026 eine Gesamtzahl von 25 Priesterweihen ergibt. Nach Angaben der Gemeinschaft stellt dies den höchsten Jahreswert in ihrer Geschichte dar.

Die Priesterbruderschaft St. Petrus ist ein 1988 errichtetes Institut apostolischen Lebens päpstlichen Rechts, das sich der Feier der Liturgie in der außerordentlichen Form des römischen Ritus ("Alte Messe") verpflichtet sieht. Die Gemeinschaft wird zu den kanonisch anerkannten, traditionell ausgerichteten Priestergemeinschaften gerechnet und befindet im Unterschied etwa zur sogenannten Piusbruderschaft (Priesterbruderschaft St. Pius/"Lefebvrianer") im voller Gemeinschaft mit Rom.
Die Petrusbruderschaft verzeichnet nach eigenen Angaben seit Jahren eine stabile Zahl an Berufungen. Die Gemeinschaft gibt die Zahl ihrer Mitglieder mit mehr als 500 Personen weltweit an, darunter Priester, Diakone und Seminaristen.

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Foto (c) Priesterbruderschaft St. Petrus


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