
19. Juni 2026 in Deutschland
Nach teils heftiger Kritik in den sozialen Medien ergänzte die Redaktion von Funk, dass Müll nicht abwertend gemeint sei und die Bibel jedenfalls nicht dazu zähle.
Mainz (kath.net/jg)
Das Jugendformat „Funk“ des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat am Montag einen Beitrag über „Müll auf dem Mond“ auf Instagram veröffentlicht. Die US-Raumfahrbehörde NASA hat berechnet, dass dort rund 200 Tonnen vom Menschen verursachter Müll liegen. Funk zählt zu dem „menschengemachten Zeug“ Asche, Golfbälle, menschliche Exkremente, aber auch eine Bibel, berichtet die Nachrichtenplattform NiUS.
Mondfähren sollen für den Rückflug zur Erde möglichst viel Platz haben, um Mondgestein mitnehmen zu können. Deshalb würde vieles auf dem Mond zurückgelassen, heißt es in dem Beitrag. Bei dem von Menschen zurückgelassenen „Zeug“ handle es sich größtenteils um Teile der dort gelandeten Raumschiffe, die nicht auf die Erde zurückkehren. Außerdem seien aber auch Asche eines Geologen, Golfbälle, Beutel mit menschlichen Exkrementen und eine Bibel – jeweils symbolisch dargestellt – auf dem Mond zurückgelassen worden.
Viele Leser der Instagram-Nachricht äußerten in den Kommentaren ihren Unmut über die Gleichsetzung der Bibel mit Müll und menschlichen Exkrementen. „Funk“ veröffentlichte daraufhin eine Ergänzung, in der die Redaktion feststellte, dass „Müll“ „nicht abwertend gemeint“ sei, sondern für Gegenstände stehe, „die ohne menschlichen Einfluss eben nicht dort wären. Die Bibel oder eine Urne sind natürlich kein Müll.“
„Funk“ ist ein gemeinsames Projekt der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF. Das Programm richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 29 Jahren.
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