
27. Mai 2026 in Weltkirche
Die koptisch-orthodoxe Kirche hatte den Dialog 2024 ausgesetzt, nachdem die vatikanische Erklärung Fiducia Supplicans veröffentlicht worden war. Das Dokument war bei den Kopten auf deutliche Ablehnung gestoßen.
Rom/Kairo (kath.net/jg)
Die koptisch-orthodoxe Kirche hat den theologischen Dialog mit der katholischen Kirche wieder aufgenommen. Grund dafür sind Zusicherungen von Papst Leo XIV. zur Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, berichtet Catholic Culture.
Die Heilige Synode der koptisch-orthodoxen Kirche teilte am 22. Mai mit, dass die Entscheidung aufgrund von Zusagen gefallen sei, die während eines Telefonats zwischen Papst Tawadros II. und Papst Leo XIV. am 15. Mai ausgesprochen wurden. Konkret geht es um „Zusicherungen bezüglich der Nicht-Segnung gleichgeschlechtlicher Paare“.
Die koptisch-orthodoxe Kirche hatte den Dialog im März 2024 ausgesetzt, nachdem die vatikanische Erklärung Fiducia Supplicans veröffentlicht worden war. Das Dokument, das unter bestimmten Umständen Segnungen für Paare in irregulären Situationen ermöglicht, war bei den Kopten auf deutliche Ablehnung gestoßen.
Papst Leo XIV. hatte Tawadros II. in den vergangenen Wochen mehrfach kontaktiert, darunter mit einem Brief und einer Ansprache zum „Tag der koptisch-katholischen Freundschaft“ am 10. Mai. Das jüngste Telefonat diente ausdrücklich dazu, bestehende Hindernisse im Dialog aus dem Weg zu räumen.
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