
21. Mai 2026 in Weltkirche
Im Schloss Javier, das von den Jesuiten als Tagungshaus verwaltet wird, fand ein dreitägiger Kongress mit Darstellungen von Christus gemeinsam mit Buddha und Krishna statt.
Navarra (kath.net/jg)
Vom 1. bis 3. Mai 2026 fand im Schloss Javier in der Region Navarra (Spanien) der XII. Iberische Yoga-Kongress statt. Das historische Gebäude, Geburtsort des heiligen Franz Xaver und von Jesuiten verwaltet, beherbergte über 250 Teilnehmer aus Spanien und Portugal. Organisiert wurde die Veranstaltung von der spanischen Satsanga Yoga Federation (FEYS). Dies berichtet die katholische Nachrichtenseite Sign of the Cross, ein Apostolat von LifeSiteNews.
Das Schloss Javier ist ein bedeutender katholischer Pilgerort, der eng mit dem Leben des heiligen Franz Xaver verbunden ist. Der Jesuit und Mitbegründer des Jesuitenordens wurde 1506 dort geboren. Heute dient die Anlage sowohl als Heiligtum als auch als Zentrum für Exerzitien und spirituelle Aktivitäten.
Unter dem Motto „Yoga, eine Anrufung des Friedens“ bot der Kongress Workshops, Yoga-Sitzungen, Meditationen, Mantra-Konzerte und Vorträge zu östlichen und New-Age-Spiritualitäten. Die Veranstalter betonten Ziele wie „Einheit in der Vielfalt“ und die Förderung des Friedens durch Yoga und Meditation. Der Gründer der FEYS, Soma Satrustegi, begründete die Wahl des Ortes bewusst: Das Schloss sei der ideale Rahmen für ein Treffen, das Grenzen und Traditionen überwinden wolle.
Berichten zufolge zeigten von den Organisatoren verbreitete Fotos Teilnehmer, darunter einen buddhistischen Mönch, bei der Meditation vor Darstellungen von Jesus Christus, die neben Bildern Buddhas und Krishnas aufgestellt waren. Krishna gilt als eine der zentralen Gottheiten des hinduistischen Pantheons.
Die Veranstaltung hat Kritik hervorgerufen. Luis Santamaría del Río von der Red Iberoamericana de Estudio de las Sectas (Iberoamerikanisches Netzwerk zur Erforschung von Sekten) betonte gegenüber InfoVaticana den eindeutig spirituellen – und nicht-christlichen – Charakter des Kongresses. Solche Praktiken dürften nicht lediglich als körperliche oder kulturelle Aktivitäten betrachtet werden, betont er.
Der Bericht verweist zudem auf ein breiteres Phänomen: Ähnliche Yoga- und New-Age-Veranstaltungen fänden in letzter Zeit vermehrt in katholischen Einrichtungen Spaniens statt, darunter in Maristenklöstern, Franziskanerheiligtümern und karmelitischen Zentren.
Der Kongress fand in einer Zeit des anhaltenden Rückgangs des katholischen Lebens in Spanien statt. Viele Ordensgemeinschaften schließen aufgrund von Überalterung und fehlendem Nachwuchs Klöster und Konvente – Schätzungen sprechen von acht bis zehn Schließungen pro Monat.
Foto: Schloss Javier (Quelle: pixabay)
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