FAZ: ZDF-Kindersendung logo berichtete „positiv über den Islam, negativ über christliche Kirchen“

15. Mai 2026 in Deutschland


ZDF nimmt eine Folge seiner Kindernachrichtensendung „logo!“ aus dem Archiv – ZDF bedauert, dass die Sendung „zu Irritation, Verärgerung oder dem Gefühl mangelnder Ausgewogenheit geführt hat“


Berlin (kath.net/pl) Eine inhaltliche Verknüpfung eines positiv formulierten Beitrags über den islamischen Fastenmonat Ramadan mit dem direkt folgenden, negativ gehaltenen Beitrag über die Kirchen sei „planerisch nicht beabsichtigt“ gewesen, heißt es im Antwortschreiben von ZDF-Intendant Norbert Himmler an die christliche Medieninitiative „Pro“ und an weitere Beschwerdeführer. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Es hatte eine Reihe förmlicher Programmbeschwerden gegeben, das ZDF hat nun die umstrittene Folge nun aus dem Archiv entfernt. Der Geschäftsführer des „Pro Medienmagazins“, Christoph Irion, hat nachfolgend erklärt, dass er zwar die Antwort des ZDF-Intendanten „mit Respekt zur Kenntnis“ nehme, aber dennoch darauf bestehe, dass sich der ZDF-Fernsehrat förmlich mit dem Vorgang befasse.

Der „logo!“-Beitrag vom 19. März thematisierte den Mitgliederrückgang der Kirchen, schildert die FAZ. Ein kurzer historischer Rückblick griff Themen auf die früher verbreitete Angst vor der Hölle, aber auch den mittelalterlichen Ablasshandel sowie Missbrauchsverbrechen der jüngeren Zeit.

Das Autorenehepaar Sylvia und Alfred Sobel hatte ebenfalls an das ZDF geschrieben und ihren Brief auf kath.net veröffentlicht. Darin heißt es u.a.: „Als Lehrerin (Sylvia Sobel) habe ich erlebt, dass Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen nicht fasten können, drangsaliert und bedroht werden von fastenden muslimischen Mitschülern. Aber auch deutsche Schüler werden mitunter ähnlich bedrängt und bedroht. Die muslimische Religion ist auf Zwang und Unterdrückung aufgebaut, Konvertiten werden mit dem Tode bedroht, diese Informationen fehlten leider bei oben genannter Reportage. Die katholische Kirche hat das Mittelalter hinter sich gelassen, der Islam leider größtenteils noch nicht. Das Thema Kinderehen im Islam wäre auch noch der Rede wert.“ Dieser Text in voller Länge: siehe Link.

Auch der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, hatte den Beitrag stark kritisiert: siehe Link.

 


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