
15. April 2026 in Jugend
Überraschendes berichtet die schwedische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt – Kirchenhistoriker Joel Halldorf sieht einen historischen Wandel weg von der frauendominierten Kirche
Stockholm (kath.net/pl) Es sei ein globaler Trend, sagt Joel Halldorf, Professor für Kirchengeschichte in Stockholm: Viele junge Menschen, insbesondere junge Männer, möchten katholisch werden. Diese Entwicklung lasse sich auch an den drei größten katholischen Gemeinden Schwedens nachweisen, z.B. in der katholischen Gemeinde in Göteborg, die genau diesen Anstieg junger Menschen verzeichnet, die sich der Kirche zuwenden, ja sogar von einem „enormen Zustrom“ junger Menschen (hauptsächlich Männer) in diesem Jahr sprechen. Darüber berichtet die schwedische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt „Sveriges Radio“.
Halldorf sieht in dieser Entwicklung einen historischen Wandel. Er erläutert: „Religion galt im Westen 200 Jahre lang als weiblich geprägt und war von Frauen dominiert. Was wir jetzt mancherorts beobachten, ist ein gestiegenes Interesse von Männern“ (siehe Link).
„Sveriges Radio“ stellt den 25-jährigen André Heijel vor. Der junge Mann erläutert: „Mein ganzes Leben lang habe ich nach dem Sinn des Lebens und meinem Platz in der Welt gesucht. Und so dachte ich: Ich kann die Bibel prüfen.“ Er setzt sich mit dem katholischen Glauben auseinander, möchte in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche aufgenommen und gefirmt werden. Anscheinend hatte er das Sakrament der Taufe bereits in einer anderen Konfession empfangen - mutmaßlich in der schwedisch-lutherischen Kirche, aber darüber wird zumindest im Textbeitrag nichts näheres berichtet.
Många unga och framförallt unga killar vill bli katoliker, det vittnar Sveriges tre största katolska församlingar om.https://t.co/XaCA4OTBEJ
— Karl Gustel Wärnberg (@KarlGustel) April 14, 2026
Foto: Taufbrunnen in einer schwedischen katholischen Kirche (c) kath.net/Petra Lorleberg
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