Sieg der „rebellischen Nonnen“

8. April 2026 in Österreich


Vatikan erlaubt Verbleib im Kloster Goldenstein.


Salzburg/Rom (kath.net) 
Der monatelange Krimi um das Kloster Goldenstein vor den Toren Salzburgs hat eine gute Wendung genommen. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, hat der Vatikan in dem weltweit beachteten Streit zwischen drei betagten Ordensschwestern und ihrer geistlichen Führung ein erstes Machtwort gesprochen: Die Nonnen dürfen vorerst in ihrem besetzten Kloster bleiben.

Die Geschichte der drei Schwestern sorgte international – von der New York Times bis zur britischen Sun – für Schlagzeilen. Im September 2025 waren die Ordensfrauen eigenmächtig aus ihrem Altersheim ausgezogen und in ihr früheres Kloster Goldenstein zurückgekehrt, um es zu besetzen. Damit lehnten sie sich offen gegen die Anordnungen ihres geistlichen Oberen, Propst Markus Grasl, auf.
Nachdem der Konflikt zwischen den Schwestern und dem Propst zum Jahreswechsel eskalierte, wurde der Vatikan als letzte Instanz angerufen. Nun liegt eine erste Entscheidung aus Rom vor, die den Frauen den Rücken stärkt.  Grundsätzlich halten die vatikanischen Behörden fest, dass die Schwestern das Recht haben, weiterhin in den Mauern des Klosters Goldenstein zu leben. Wie Helfer der Nonnen gegenüber der Krone bestätigten, bedeutet dies jedoch noch kein Ende des gesamten Verfahrens: Eine endgültige, formale Entscheidung aus Rom stehe zwar noch aus, doch der Status quo ist vorerst gesichert.

 


© 2026 www.kath.net