Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof

30. März 2026 in Prolife


Der designierte Bischof Renzo Pegoraro vertritt eine klare, kirchlich-katholische Position gegen Abtreibung. Er lehnt sie als Praxis grundsätzlich ab und sieht sie nicht als Lösung für schwierige Schwangerschaften oder soziale Probleme.


Vatikan (kath.net/pl) Der Italiener Renzo Pegoraro, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, ist zum Titularerzbischof von Gabii ernannt worden. Das teilte der vatikanische Pressesaal am Dienstag mit. Wer die Bischofsweihe vornehmen wird, darüber ist bisher noch nichts bekannt. Der renommierte Mediziner, Moraltheologe und Priester aus Padua hatte im Mai 2025 den hochumstrittenen Erzbischof Vincenzo Paglia (siehe Link) ersetzt.
Pegaro ist Dr. med., er hatte Medizin und Chirurgie in Padua studiert. Danach studierte er Philosophie und Theologie in Padua und Rom und wurde 1989 im Bistum Padua zum Priester geweiht. Es folgten weitere Studien: Moraltheologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana (Rom) sowie ein Aufbaustudium in Bioethik an der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen (Rom) sowie am Kennedy Institute in Washington D.C. 
 Es folgten Jahre der Professor für Bioethik an der Theologischen Fakultät von Norditalien (Triveneto) und an der Universität Padua, Generalsekretär bzw. Präsident der Fondazione Lanza in Padua (Zentrum für Ethik, Bioethik und Umweltethik) sowie Professor für Pflegeethik am Kinderkrankenhaus „Bambino Gesù“ in Rom. Er leitete außerdem internationale Fachgesellschaften wie die European Association of Centres of Medical Ethics (Präsident 2010–2013). 
 2011 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Kanzler der Päpstlichen Akademie für das Leben, 2025 ernannte ihn Papst Leo XIV. zu deren Präsidenten (Nachfolger von Erzbischof Vincenzo Paglia). Pegoraro gilt als ausgewiesener Experte für medizinische Ethik, Bioethik und Pflegeethik. Er hat zahlreiche Bücher, Aufsätze und Artikel zu diesen Themen veröffentlicht.
 Pegoraro vertritt eine klare, kirchlich-katholische Position gegen Abtreibung. Er lehnt sie als Praxis grundsätzlich ab und sieht sie nicht als Lösung für schwierige Schwangerschaften oder soziale Probleme. Stattdessen betont er die Verantwortung von Gesellschaft und Kirche, Frauen und Paare zu unterstützen, um Abtreibung zu vermeiden.
Er vertritt klar, dass Abtreibung „nicht akzeptabel als Praxis“ sei. Er vertritt, dass es eine große Herausforderung sei, Menschen davon zu überzeugen, und plädierte für einen Dialog an katholischen Universitäten, der stärker die ethischen und sozialen Aspekte betont statt nur die rechtlichen. 
Archivfoto Renzo Pegoraro (c) Vatican Media


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