Chiles neuer Präsident vertraut seine Amtszeit Christus an

19. März 2026 in Chronik


Nach seiner Vereidigung begab sich José Antonio Kast in die Kathedrale von Santiago de Chile und betete dort gemeinsam mit seiner Frau.


Santiago de Chile (kath.net/LifeSiteNews/jg)
José Antonio Kast, gläubiger Katholik und konservativer Politiker, hat am 11. März 2026 offiziell das Amt des Präsidenten von Chile übernommen. Kast hat die Präsidentenwahl im Dezember 2025 mit rund 58 Prozent der Stimmen gegen eine kommunistische Kandidatin klar gewonnen.

Unmittelbar nach der Vereidigung im Nationalkongress in Valparaíso begab sich Kast zusammen mit seiner Frau in die Metropolitana-Kathedrale in Santiago. Dort kniete er nieder und betete. In einem symbolstarken Akt vertraute er seine gesamte Amtszeit Jesus Christus an. Diese öffentliche Geste unterstreicht seine tiefe katholische Überzeugung, die sich auch in seiner politischen Haltung widerspiegelt: Kast ist ein überzeugter Lebensschützer, setzt sich für traditionelle Familienwerte ein und lehnt die Neudefinition der Ehe entschieden ab.

Der 60-jährige Vater von neun Kindern und Gründer der Republikanischen Partei Chiles hatte bereits in der Vergangenheit für seine konservativen Positionen teils heftige Anfeindungen und sogar physische Angriffe erfahren. Sein Wahlsieg und die anschließende religiöse Hingabe werden von Beobachtern als Zeichen eines wachsenden konservativen und christlichen Moments in Teilen Lateinamerikas interpretiert.

Mit den Worten „Chile hat uns ein klares Mandat gegeben, das uns keine Ausreden lässt“ kündigte Kast an, Frieden, Ordnung, wirtschaftliches Wachstum und Hoffnung wiederherstellen zu wollen. Seine Amtszeit beginnt unter dem Versprechen, Sicherheit und nationale Souveränität entschieden in den Vordergrund zu stellen.

 


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