
3. März 2026 in Weltkirche
Moskauer Kirchenoberhaupt würdigt den Mann, der für tausende Morde verantwortlich ist, als "spirituellen und nationalen Führer, stark im Geist und Charakter"
Moskau (kath.net/KAP) Mit einer irren "Trauer" hat der Moskauer Patriarch Kyrill auf die Ermordung des Terror-Mullahs und Obersten Führers des Irans, Ali Khamenei, reagiert. Er bekundigte dem iranischen Präsidenten Masud Pezeshkian "tiefes Beileid in Verbindung mit der Tötung des höchsten Führers der Islamischen Republik des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, und seiner Verwandten", berichtet Orthodox Times (Montag). Der Ayatollah sei ein "Mann von tiefen religiösen Überzeugungen, ein spiritueller und nationaler Führer, stark im Geist und Charakter" gewesen.
Weiter hieß es vonseiten des russisch-orthodoxen Kirchenoberhaupts: "Möge der Allgnädige Gott Ihnen und dem gesamten iranischen Volk Kraft und Standhaftigkeit schenken, um die Bitterkeit des Verlustes zu überstehen."
Im Gegensatz zu Patriarch Kyrill erwähnte der oberste Repräsentant des offiziell anerkannten muslimischen Dachverbands in Russland, Mufti Ravil Gainutdin, in seiner offiziellen Stellungnahme zum Angriff auf den Iran durch Israel und die USA Ayatollah Khamenei nicht. Vielmehr richtete der Leiter des spirituellen Verwaltungsrat der Muslime der Russischen Föderation den Blick auf den Tod von Kindern und Zivilisten in Iran und äußerte dazu sein Beileid.
Iranische Staatsmedien hatten am Sonntag den Tod von Ali Khamenei bestätigt, der seit 1989 als Oberster Führer die politische und religiöse Letztentscheidung im Land innehatte. Seine Amtszeit war international stark umstritten. Menschenrechtsorganisationen dokumentierten über Jahrzehnte hinweg die gewaltsame Niederschlagung von Protesten, die im Jänner Ausmaße eines Massakers annahm, die Verfolgung von Regimekritikern sowie die extensive Anwendung der Todesstrafe.
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