
27. Februar 2026 in Jugend
Die Jugendkolumne von kath.net von Magdalena Preineder
Wien (kath.net)
Heute möchte ich dir eines zusprechen: Gott hat seine Pläne mit dir gemacht.
Die Sünde, für die du dich am meisten schämst? Er kennt sie. Er wusste von ihr schon, bevor du sie begangen hast.
Den Fehler, den du tagtäglich bereust? Er weiß darum.
Die Angst, die dich mehr einnimmt als du es für möglich gehalten hast? Sie ist ihm bekannt.
Die Zweifel und Fragen, die dich manchmal heimsuchen? Sie sind kein Geheimnis für ihn.
Dein Scheitern? Er weiß darum.
Er weiß, dass du nicht perfekt bist. Und er verlangt es auch nicht von dir. Was er verlangt, ist, dass du dich bemühst in der Liebe zu ihm, zu dir selbst und zu deinem Nächsten.
Gott war nie der Gott der erzwungenen Perfektion. Er ist der Gott der Einfachheit und Niedrigkeit. Er ist der Gott der Schönheit im Verborgenen. Er ist der Gott der grenzenlosen Vergebung, wo er ein reuevolles Herz findet. Er ist der Gott der Güte, wo er den Versuch findet zu lieben.
Er ist nicht der Gott der Perfektion, denn er hat seine Pläne mit dir gemacht. Er weiß, was du kannst und was dich überfordern würde. Er weiß darum, wie viel er dich fordern kann. Er kennt deine Talente und Stärken, er kennt deine größten Schwächen und er war in jedem Moment gegenwärtig, in dem du in irgendetwas gescheitert bist.
Gott war da in deinem Leben. In jeder Erfahrung – ob es ein Scheitern oder ein Bestehen war. Gott war da.
Und eigentlich ist es das, was Gott von dir erhofft: Dass auch du da bist, wenn er dich ruft.
Er hat seine Pläne mit dir gemacht – das heißt, er kennt dich. Er kennt alles, was dich belastet, was dich hindert und beschäftigt. Er sieht aber auch das Potenzial in dir, das Gute. Er sieht, wo du über deine Grenzen hinausgehst. Er sieht, was aus dir werden kann und will für dich wie ein Gärtner sein, der die ihm anvertraute Blume bewässert, damit sie gut gedeihen kann.
Hast du auch deine Pläne mit ihm gemacht? Bist du da, wenn er ruft?
Ich denke gerade an den jungen Samuel, der dreimal gerufen wurde bis Eli endlich erkannte, ihm zu raten, seine Verfügbarkeit zum Ausdruck zu bringen: „Rede, Herr, denn dein Diener hört.“ (1 Sam 3,10)
Und Maria? Sie war verfügbar. Sie hat sich nicht verschlossen und nichts zurückgehalten. Sie hat nicht gesagt, dass sie zu jung sei, und sie hat nicht gesagt, dass sie Angst hätte vor dem, was die Leute denken oder sagen könnten – nein, sie hat einfach nur Ja gesagt.
Samuel und Maria – beiden waren da, in dem Moment als Gott sie rief, als er sie verwenden wollte, als sein Plan genau diese beiden Personen benötigt hat.
Und du, wenn Gott dich ruft: Bist du da?
Du, du bist sein Plan A – und all deine Schwächen oder Ängste, all jenes, in dem du vielleicht schon gescheitert bist, ist für ihn kein Hindernis und keine Entmutigung. Du gehörst zu seinem Plan. Ergreifst du den Ruf?
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