
26. Februar 2026 in Prolife
Mit der Gesetzesänderung soll das Strafrecht an das Zivilrecht angeglichen werden. Die Maßnahme könnte die Tür zu einem Abtreibungsverbot öffnen.
San Juan (kath.net/jg)
Jennifer González, die Gouverneurin des US-Territoriums Puerto Rico, hat mit ihrer Unterschrift ein Gesetz in Kraft gesetzt, welches Ungeborene als Menschen anerkennt. Damit soll die Einheitlichkeit zwischen Zivil- und Strafrecht hergestellt werden, sagt die Gouverneurin laut einem Bericht von Fox News.
Die Bestimmung ändert einen Passus im Strafrecht von Puerto Rico, der Mord definiert. Wenn ein Täter bewusst eine schwangere Frau ermordet und durch die Tat auch das Ungeborene getötet wird, gilt die Tötung des Ungeborenen ebenfalls als Mord, und zwar unabhängig davon, in welcher Phase der Schwangerschaft die Frau und das Ungeborene zum Zeitpunkt der Ermordung waren. Eine Konsequenz dieser Bestimmung könnte sein, dass Abtreibung in Puerto illegal wird.
Das neue Gesetz ist nach Keishla Rodriguez benannt, einer schwangeren Frau, die im April 2021 ermordet wurde. Ihr Partner, der frühere puerto-ricanische Boxer Félix Verdejo, wurde für den Mord verurteilt und erhielt zweimal lebenslänglich.
In der Debatte um die Gesetzesänderung betonten die Befürworter die notwendige Angleichung des Strafrechts an das Zivilrecht und verwiesen darauf, dass der Mord an schwangeren Frauen strenger bestraft werde. Es bestehe kein Zusammenhang mit der Abtreibung, die in Puerto Rico legal ist. Die Kritiker der Änderung warnten, dass die neue Regelung die Tür zu einem Abtreibungsverbot öffnen könnte.
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