"Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte

12. März 2026 in Spirituelles


Pater Gabriele Amorth, der legendäre, verstorbene Chef-Exorzist des Vatikans, hinterließ Aufzeichnungen, die bis heute für Gänsehaut sorgen.


Rom (kath.net/gem/rn) Pater Gabriele Amorth, der legendäre, verstorbene Chef-Exorzist des Vatikans, hinterließ Aufzeichnungen, die bis heute für Gänsehaut sorgen. In seinen Berichten über den Kampf gegen das Böse nimmt eine Figur eine besondere Rolle ein: Papst Johannes Paul II. Laut Amorth war der Name des polnischen Papstes für Dämonen eine Qual – aus zwei sehr weltlichen und zugleich spirituellen Gründen.

Pater Amorth, der im Laufe seines Lebens tausende Exorzismen durchführte, stellte den Dämonen während der Rituale oft Fragen, um deren Schwachstellen zu ergründen. Die Antworten, die er in Bezug auf Johannes Paul II. erhielt, werfen ein faszinierendes Licht auf das Erbe dieses Papstes. Laut Amorth fragte er den Dämon mehr als einmal: „Warum hast du solche Angst vor Johannes Paul II.?“ Die erste Antwort des Bösen war politisch und historisch zugleich: „Weil er meine Pläne durchkreuzt hat.“

Amorth interpretierte dies als direkten Hinweis auf den Zusammenbruch des Kommunismus in Russland und Osteuropa. Aus der Sicht des Exorzisten war das unterdrückerische System des Ostblocks ein Werkzeug der Finsternis, das durch das Wirken des Papstes zu Fall gebracht wurde. Johannes Paul II. war für den Teufel demnach der Mann, der eine jahrzehntelante Strategie der geistigen und physischen Unterdrückung zerstört hatte.
Der Kampf um die Jugend

Die zweite Antwort des Dämons war laut Amorth noch persönlicher und schmerzhafter für das Böse: „Weil er mir so viele junge Menschen aus den Händen gerissen hat.“ Diese Aussage bezieht sich auf die enorme Ausstrahlungskraft des Papstes auf die Jugend, die unter anderem in der Gründung der Weltjugendtage gipfelte. Viele junge Menschen fanden durch Johannes Paul II. zum ersten Mal zum Glauben. Andere, die zwar christlich getauft, aber nicht praktizierend waren, kehrten durch sein Vorbild zur Kirche zurück. Auch Jahre nach dem Tod von Johannes Paul II. (heute der Heilige Johannes Paul II.) blieb er für Exorzisten eine wichtige Figur. Viele berichten, dass das Anrufen seines Namens bei Befreiungsgebeten eine starke Wirkung zeige.


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