Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh

2. Jänner 2026 in Weltkirche


Brandursache noch unklar, Zusammenhang mit Silvesterböllern gilt derzeit als wahrscheinlich – Die frühere katholische Kirche wurde seit 1977 als Konzert- und Hochzeitskirche genutzt – Es blieben nur brandgeschwärzte Außenmauern übrig


Amsterdam (kath.net/pl) Die frühere katholische Vondelkirche, ein bedeutendes Kulturdenkmal der Stadt Amsterdam, ist in der Neujahrsnacht niedergebrannt. Das Feuer brach gemäß Bildmaterial in der Turmspitze aus, bald brannte der ganze Turm lichterloh und stürzte dann ein. Auch das Dach und die Innenausstattung wurden ein Opfer der Flammen, von der Kirche blieb nur eine Ruine übrig. Durch großen Feuerwehreinsatz konnte trotz des starken Windes ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude mühsam verhindert werden. Die neogotische Kirche war 1872-1880 erbaut worden und hatte in ihrer katholischen Zeit „Kirche vom Allerheiligsten Herzen Jesu“ geheißen, sie zählte seinerzeit mit zu den ersten Kirchen, die dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht waren. Diese Herz-Jesu-Kirche war vom Bistum Haarlem-Amsterdam 1977 profaniert worden und diente seither als Konzert- und Hochzeitskirche.

In der Silvesternacht 2025 auf 2026 wurde kurz vor 1 Uhr ein Feuer an der Turmspitze beobachtet. Das Feuer griff schnell auch auf das Dach über und schon gegen 2 Uhr in der Neujahrsnacht stürzten Turm und Dach ein.

Die Brandursache ist noch unbekannt. Wegen des Zeitpunktes gilt es derzeit aber als wahrscheinlich, dass das Silvesterfeuerwerk das Feuer verursacht hat - ob es sich dabei gegebenenfalls um bewusstes Beschießen der Kirche oder um ein Versehen handeln könnte, wird sich im Nachhinein vermutlich nicht mehr ermitteln lassen.

In den Niederlanden war dies das letzte Silvesterfeuerwerk für Privatleute gewesen. Ab dem kommenden Jahr gilt ein gesetzliches Böllerverbot. Der WDR berichtet, dass die Menschen für dieses letzte Feuerwerk teilweise große Vorräte eingekauft hätten. Gemäß Polizeiangaben habe auch die Einfuhr von illegaler, teils sehr gefährlicher Pyrotechnik zugenommen. Es gab in den Niederlanden einen Toten im direkten Zusammenhang mit den Böllern. Polizeibeamte waren verschiedenenorts mit Böllern und sogar mit Molotwcoctails beworfen worden. Der Notruf war landesweit überlastet gewesen.

Symbild (c) pixabay/picjumbo


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